Gelnägel entfernen: So löst du Gel schonend und ohne Schäden ab
Der Zeitpunkt kommt bei jeder Gel-Maniküre: Das Gel wächst heraus, die Ränder heben sich, und du willst deine Naturnägel wiederhaben. Genau jetzt entscheidet sich, wie es deinen Nägeln in den nächsten Wochen geht. Denn Gelnägel entfernen ist kein Hexenwerk, aber es braucht Zeit, das richtige Material und vor allem Geduld. Wer Gel abreißt oder abknibbelt, nimmt fast immer die oberste Nagelschicht mit. In diesem Guide zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du Gel-Nagellack und Gel-Modellagen zuhause schonend ablöst, was bei Acryl anders läuft und wie du das neue gitti GelCare System ganz ohne Aceton ablöst. Und warum die Pflege danach genauso wichtig ist wie die Entfernung selbst. Noch mehr Technik-Wissen rund um schöne Hände findest du in unserer großen Maniküre-Anleitung mit allen Schritten und Looks.

Das Wichtigste in Kürze
Gelnägel entfernst du am schonendsten, indem du die Oberfläche anfeilst, das Gel 10 bis 15 Minuten in acetonhaltigem Entferner einweichst und die gelösten Schichten sanft abschiebst.
Gel-Nagellack (Soak-off-Gel) und Shellac lassen sich mit Aceton auflösen, klassisches UV-Hartgel dagegen nicht: Es muss vorsichtig heruntergefeilt werden, am besten im Studio.
Gelnägel niemals abreißen oder abknibbeln: Dabei löst sich fast immer die oberste Keratinschicht des Naturnagels mit ab, und der Nagel bleibt wochenlang dünn und empfindlich.
Ganz ohne Aceton funktioniert die Entfernung bei klassischem Studio-Gel nur eingeschränkt: Herauswachsen lassen, professionelles Abfeilen oder viel Geduld mit warmem Öl-Wasser-Bad bei stark gelockertem Gel.
Anders läuft es bei gitti GelCare: Das LED-Gellack-System wird acetonfrei abgelöst, mit dem GelCare Gel Remover unter einem Wattepad und Nail Clip, 10 bis 15 Minuten Einwirkzeit.
Nach der Entfernung brauchen deine Nägel gezielte Pflege mit Nagelöl und einem Aufbauprogramm wie der 14-Tage-Routine des Nail Recovery Starter Treatments von gitti, denn die Nagelplatte ist jetzt besonders durstig.
Für den ersten Look danach reicht ein Pflegelack, den du einmal pro Woche erneuerst, plus eine Schicht High Gloss Top Coat für längere Haltbarkeit.
Gel ist nicht gleich Gel: Was genau willst du entfernen?
Bevor du zu Feile und Aceton greifst, lohnt ein genauer Blick auf deine Nägel. Denn „Gelnägel“ ist ein Sammelbegriff für sehr unterschiedliche Systeme, und die Entfernungsmethode hängt direkt davon ab, was auf deinem Nagel liegt.

| System | Was ist das? | Löst sich in Aceton? | Empfohlene Entfernung |
|---|---|---|---|
| Herkömmlicher Gel-Nagellack (Soak-off, Gellack) | Dünner Lack, der unter UV- oder LED-Lampe aushärtet | Ja | Anfeilen, 10 bis 15 Minuten Aceton-Wrap, abschieben |
| gitti GelCare (LED-Gellack) | LED-Gellack-System für zuhause, ohne HEMA formuliert, mit Pflegekomplex in jeder Farbschicht | Nicht nötig: acetonfrei mit dem GelCare Gel Remover | Top Coat anbuffern, Pad mit GelCare Gel Remover und Nail Clip, 10 bis 15 Minuten, sanft lösen |
| Shellac | Marken-System von CND, Hybrid aus Lack und Gel | Ja | Wie Gel-Nagellack, meist etwas schneller |
| UV-Hartgel (Modellage) | Dicke Gel-Schicht zum Verstärken und Verlängern | Nein | Vorsichtig herunterfeilen, ideal im Studio |
| Acryl (Liquid und Powder) | Modellage aus Pulver und Flüssigkeit, härtet an der Luft | Ja, langsamer | Anfeilen, 20 bis 30 Minuten Aceton-Wrap |
| Press-on-Nails | Aufgeklebte Kunstnägel | Klebstoff löst sich an | Warmes Seifen- oder Ölbad, sanft abheben |
Die wichtigste Unterscheidung: Soak-off-Systeme wie Gel-Nagellack lassen sich chemisch auflösen. Hartgel ist dagegen so dicht vernetzt, dass Aceton ihm kaum etwas anhaben kann. Wenn du unsicher bist, welches System dein Studio verwendet hat, frag kurz nach. Diese eine Nachricht kann deine Nägel vor unnötigem Feilen bewahren. Wie sich Shellac im Detail von Gel unterscheidet und wie du ihn ablöst, liest du in unserem Guide Shellac entfernen.
HEMA, TPO und die Regeln der EU-Kosmetikverordnung
Beim Blick auf die Zutatenliste eines Gel-Systems tauchen regelmäßig zwei Kürzel auf, die für Verwirrung sorgen. HEMA (Hydroxyethylmethacrylat) ist ein Monomer, das in vielen Gel- und Gellack-Formeln für die Haftung sorgt. In der EU ist es reguliert: Produkte mit HEMA sind ausschließlich für die professionelle Anwendung zugelassen, weil die Substanz die Haut sensibilisieren kann.
TPO (Trimethylbenzoyl-Diphenylphosphinoxid) war lange der gängige Fotoinitiator, also der Stoff, der Gel unter der Lampe aushärten lässt. Seit der Einstufung im Rahmen der EU-Kosmetikverordnung ist TPO in kosmetischen Mitteln in der EU nicht mehr zugelassen, Hersteller haben ihre Formeln entsprechend umgestellt. Für dich als Anwenderin heißt das schlicht: Achte auf die INCI-Liste und darauf, ob ein Produkt für die Heim- oder für die Studio-Anwendung ausgewiesen ist. Wer diese Themen ganz umgehen möchte, findet in Pflegelacken eine Alternative, die ohne Lampe und ohne Anrauen auskommt.
Warum du Gelnägel niemals abreißen solltest
Es ist verlockend: Ein Rand hat sich schon gelöst, und du ziehst einfach weiter. Bitte nicht. Deine Nagelplatte besteht aus rund 100 übereinanderliegenden Schichten aus Keratin. Das Gel verbindet sich beim Aushärten fest mit den obersten dieser Schichten. Reißt du es ab, nimmst du diese Keratinschichten mit. Zurück bleibt ein dünner, weicher, oft weißlich fleckiger Nagel, der bei jeder Berührung nachgibt.
Das Tückische: Die Nagelplatte kann sich an dieser Stelle nicht von selbst wieder verdicken. Der beschädigte Bereich muss komplett herauswachsen, und Nägel wachsen nur etwa 3 mm pro Monat. Ein einziger ungeduldiger Abend kann dich also rund sechs Monate sichtbar dünne Nägel kosten. Auch das Abknibbeln in kleinen Stücken ist keine sanftere Variante, sondern dieselbe Schädigung in Zeitlupe.
Merke dir deshalb die Grundregel jeder schonenden Entfernung: Das Gel muss sich vom Nagel lösen wollen. Alles, was Kraft braucht, ist zu früh.
Gelnägel selbst entfernen: Schritt für Schritt Anleitung
So gehst du bei klassischem Gel-Nagellack und anderen Soak-off-Systemen vor. Trägst du gitti GelCare, findest du die acetonfreie Anleitung direkt im Anschluss. Für die Soak-off-Entfernung brauchst du: eine grobe Feile (100 bis 180 Grit), acetonhaltigen Entferner, Wattepads, Alufolie oder spezielle Soak-off-Clips, ein Rosenholzstäbchen oder einen Glas-Pusher, einen Buffer und Nagelöl. Für die Zeit danach kommen ein Pflegelack und der High Gloss Top Coat dazu, beides bekommst du im gitti Online-Shop. Plane 30 bis 45 Minuten ein, in denen deine Hände frei sind.
Oberfläche anfeilen: Feile den Glanz der obersten Gel-Schicht (Top Coat) vollständig matt. Du musst nicht bis zum Naturnagel feilen, nur die versiegelte Oberfläche öffnen, damit der Entferner eindringen kann.
Haut schützen: Massiere einen Tropfen Nagelöl oder eine reichhaltige Creme in die Nagelhaut und die Haut rund um den Nagel. Das schützt vor dem Austrocknen durch Aceton.
Wraps vorbereiten: Tränke pro Nagel ein halbes Wattepad großzügig mit acetonhaltigem Entferner.
Einwickeln: Lege das Pad direkt auf den Nagel und fixiere es mit einem Stück Alufolie oder einem Soak-off-Clip. Die Folie hält den Entferner am Nagel und verhindert, dass er verdunstet.

Einwirken lassen: Warte 10 bis 15 Minuten. Leichte Wärme hilft: Wickle die Hände in ein Handtuch oder lege sie auf ein lauwarmes Kirschkernkissen. Bei Acryl verlängerst du die Zeit auf 20 bis 30 Minuten.
Sanft abschieben: Nimm die Wraps einzeln ab und schiebe das aufgequollene, matschige Gel mit dem Rosenholzstäbchen oder Glas-Pusher in Wuchsrichtung vom Nagel. Wichtig: schieben, nicht kratzen oder hebeln.

Wiederholen statt erzwingen: Sitzt eine Stelle noch fest, wickle den Nagel einfach erneut für 5 Minuten ein. Mehrere kurze Durchgänge sind deutlich schonender als ein kraftvoller.
Glätten und pflegen: Gleite mit einem feinen Buffer ein- bis zweimal sanft über letzte Gel-Reste, wasche die Hände gründlich und massiere sofort Nagelöl in Nagelplatte und Nagelhaut ein. Für die Form danach greifst du zur Glasfeile: Sie feilt sanfter und versiegelt die Nagelkante, während Metallfeilen die Keratinschichten eher aufreißen.
Neu lackieren mit Pflegelack und Top Coat: Sobald die Nagelplatte trocken ist und keine Ölreste mehr trägt, gibt eine Schicht Pflegelack dem Naturnagel Halt und ein gepflegtes Finish. Für längere Haltbarkeit: eine Schicht High Gloss Top Coat als Abschluss. Den Pflegelack erneuerst du einmal pro Woche.
Fürs finale Reinigen der Nagelplatte und für alle künftigen Lackwechsel auf dem Naturnagel ist der milde, acetonfreie Entferner von gitti die richtige Wahl: Er ist mit pflegenden Zusätzen formuliert und trocknet die frisch befreite Nagelplatte nicht zusätzlich aus.
Zum ProduktWie lange dauert es, Gelnägel zu entfernen?
Rechne realistisch: Bei dünnem Gel-Nagellack bist du inklusive Anfeilen und Pflege in etwa 30 Minuten fertig. Eine dickere Soak-off-Schicht oder Acryl braucht 45 bis 60 Minuten. Eine Hartgel-Modellage lässt sich gar nicht einweichen und wird im Studio in 20 bis 40 Minuten kontrolliert heruntergefeilt. Wenn du öfter zwischen Gel und Naturnagel wechselst, lohnt sich der Blick in unseren Ratgeber Gelnägel selber machen, dort erklären wir auch, welche Systeme sich später leichter entfernen lassen.
GelCare entfernen: acetonfrei in fünf Schritten
Mit GelCare gibt es ein LED-Gellack-System von gitti, das die Entfernung von Anfang an mitdenkt: Abgelöst wird nicht mit Aceton, sondern mit dem GelCare Gel Remover, einer acetonfreien Formel mit Jojobaöl, deren Inhaltsstoffe zu 100 Prozent natürlichen Ursprungs sind (ISO 16128). Plane rund 30 Minuten ein und arbeite erst die eine, dann die andere Hand ab. Die Schritte 1 bis 3 machst du für alle Finger einer Hand, die Schritte 4 und 5 dann Finger für Finger. Beim ersten Mal braucht das etwas Gefühl, nach zwei, drei Durchgängen läuft es von selbst.

Top Coat anbuffern: Raue den Top Coat leicht mit einem 100-Grit-Buffer oder gröber an und konzentriere dich dabei auf die Nagelmitte. Entferne nur die glänzende Oberfläche und achte darauf, den Naturnagel nicht anzubuffern. Erst durch die geöffnete Oberfläche kommt der Remover an die Gel-Schichten.
Nagelhaut schützen: Massiere ein Nagelöl wie das Nourishing Nail Oil in die Nagelhaut ein. Das schützt sie während des Entfernens und gleicht aus, was der Soak-off der Haut entzieht.
Remover einwirken lassen: Tränke pro Nagel ein Wattepad großzügig mit dem GelCare Gel Remover, bis es vollständig durchfeuchtet ist. Lege es auf den Nagel, fixiere es mit einem Nail Clip und lass den Remover 10 bis 15 Minuten einwirken.
Gel sanft lösen: Nimm die Clips einzeln ab und löse das aufgeweichte Gel vorsichtig mit einem Maniküre-Stick aus Rosenholz vom Nagel. Ziehe oder kratze niemals mit Kraft, das kostet Keratinschichten. Bleiben Reste, tränke das Pad erneut und wiederhole den Vorgang für ein paar Minuten. Danach die Hände waschen.
Abschließende Pflege: Massiere eine reichhaltige Handcreme oder ein Nagelöl sanft in Nägel und Nagelhaut ein und wiederhole das nach Bedarf, bis sich beides wieder weich und geschmeidig anfühlt.
Der wichtigste Handgriff steckt in Schritt 3: Das Pad muss während der gesamten Einwirkzeit feucht bleiben. Der Remover braucht durchgehenden Kontakt zum Gel, um die Schichten aufzuweichen. Trocknet das Pad zwischendurch aus, dauert die Entfernung länger oder das Gel löst sich nur teilweise. Und falls nach 15 Minuten noch etwas fest sitzt: nicht mit Kraft arbeiten, sondern das Pad neu tränken, erneut fixieren und ein paar Minuten länger warten.
Der acetonfreie Gel-Entferner aus dem GelCare System löst das Gel unter dem fixierten Pad schrittweise an, statt es abzuziehen oder abzukratzen. Jojobaöl wirkt dem austrocknenden Effekt auf Haut und Nagelhaut entgegen, 100 Prozent der Inhaltsstoffe sind natürlichen Ursprungs (ISO 16128), die Formel ist vegan.
Zum ProduktGelnägel entfernen ohne Aceton: Welche Möglichkeiten hast du wirklich?
Die ehrliche Antwort vorweg: Für fest sitzendes Studio-Gel gibt es keine Wundermethode ohne Aceton. Aceton ist das Lösungsmittel, das die Gel-Struktur zuverlässig aufquellen lässt. Normale acetonfreie Nagellackentferner sind milder zur Haut, lösen aber nur Nagellack und Pflegelack, kein ausgehärtetes Gel. Die Ausnahme sind systemeigene, acetonfreie Gel-Entferner wie der GelCare Gel Remover, dessen Anleitung du oben Schritt für Schritt findest. Für klassisches Studio-Gel bleibt es bei Aceton. Trotzdem hast du Alternativen, wenn du Aceton meiden möchtest:
Herauswachsen lassen: Die sanfteste Methode überhaupt. Halte das herauswachsende Gel alle paar Tage mit einer feinen Feile kurz und glatt, damit keine Kanten hängen bleiben, und fülle den Übergang optisch mit einem Pflegelack auf. Nach 8 bis 12 Wochen ist das Gel herausgewachsen.
Professionell abfeilen lassen: Studios entfernen Gel mit feinen Fräsern oder Feilen, kontrolliert und ohne Lösungsmittel. Das ist die richtige Wahl bei Hartgel und immer dann, wenn du dir unsicher bist.
Warmes Öl-Seifen-Bad: Bei bereits stark gelockertem Gel kann ein 15-minütiges Bad aus warmem Wasser, etwas Öl und milder Seife helfen, die letzten Stellen abzuheben. Bei intaktem Gel richtet es wenig aus.
Mechanisch selbst abfeilen: Theoretisch möglich, praktisch riskant. Ohne Übung feilst du schnell in den Naturnagel. Wenn selbst feilen, dann nur mit feiner Körnung, in Etappen und niemals bis auf die letzte Gel-Schicht.
Was übrigens nicht funktioniert: Zahnpasta, Backpulver oder Essig. Diese Hausmittel können die Gel-Vernetzung nicht lösen und reizen im Zweifel nur die Nagelhaut. Mehr über die Unterschiede zwischen acetonhaltigen und acetonfreien Produkten erklärt unser großer Nagellackentferner-Guide.
Acryl entfernen: Das ist anders als bei Gel
Acrylnägel bestehen aus einem Pulver-Flüssigkeits-Gemisch, das an der Luft aushärtet. Die gute Nachricht: Auch Acryl löst sich in Aceton, es braucht nur länger. Feile die Oberfläche gründlich an, denn Acryl-Schichten sind meist deutlich dicker als Gel-Nagellack. Plane 20 bis 30 Minuten Einwirkzeit pro Durchgang ein und wiederhole das Einweichen, bis sich das Material weich abschieben lässt. Auch hier gilt: niemals hebeln. Acryl, das sich noch wehrt, bekommt einfach einen weiteren Aceton-Wrap.
Diese Fehler solltest du beim Entfernen vermeiden
Abreißen oder Abknibbeln: Der größte Einzelfehler, siehe oben. Er kostet dich Keratinschichten und Monate an Nagelwachstum.
Gel als Hebel-Werkzeug missbrauchen: Metallinstrumente mit Kraft unter das Gel zu schieben, spaltet die Nagelplatte.
Zu tief feilen: Beim Anfeilen geht es nur darum, die Versiegelung zu öffnen. Sobald du Wärme oder ein Ziehen spürst, sofort stoppen.
Aceton-Bad statt Wraps: Die Finger komplett in eine Schale mit Aceton zu tauchen, trocknet Haut und Nagelhaut massiv aus. Wraps bringen das Lösungsmittel gezielt nur auf den Nagel.
Pflege auslassen: Nach dem Entfernen sofort wieder Farbe oder neues Gel aufzutragen, ohne der Nagelplatte Feuchtigkeit zurückzugeben, lässt Nägel schneller splittern.
Ungeduld: Fast alle Schäden entstehen in den letzten fünf Minuten, wenn die Restschicht „schnell noch“ abgekratzt wird.
Pflege danach ist Pflicht: So stärkst du deine Nägel nach dem Gel
Nach der Entfernung fühlen sich viele Nägel rau, biegsam und empfindlich an. Das ist normal: Aceton entzieht der Nagelplatte Lipide und Feuchtigkeit, und unter der Modellage war der Nagel wochenlang versiegelt. Genau jetzt zahlt konsequente Pflege am meisten ein. gitti versteht sich als Marke für die Zeit danach und für die Pause zwischen Gel, Acryl und Press-ons: Looks like color, works like care.

So sieht die 14-Tage-Routine nach der Entfernung aus:
Nagelhaut-Peeling ein bis zwei Mal wöchentlich: Das Exfoliating Cuticle Gel weicht überschüssige Nagelhaut auf, statt sie zu schneiden, und glättet die Nagelplatte für den nächsten Lack.
Serum und Öl zweimal täglich: Das Restoring Nail Serum und das Nourishing Nail Oil 14 Tage lang zweimal täglich, morgens und abends, in Nagelplatte und Nagelhaut einmassieren. Danach bleibt das Nagelöl täglich am Abend fester Teil deiner Routine, das Serum nutzt du nach Bedarf. Wenn du kein Öl magst: Das Serum zieht schnell ein und glänzt nicht.
Kurz und rund tragen: Halte die Nägel in den ersten Wochen kurz und feile sie mit der Glasfeile weich rund oder oval. Welche Form deine Nägel zusätzlich stabilisiert, zeigt unser Ratgeber zu den Nagelformen im Überblick.
Pflegelack statt Lackpause komplett nackt: Ein getönter Pflegelack gibt der Nagelplatte Halt und ein gepflegtes Finish, während sie herauswächst. Eine Schicht auf saubere, nicht geölte Nägel, einmal pro Woche erneuern. Für längere Haltbarkeit: eine Schicht High Gloss Top Coat als Abschluss.
Hände vor Wasser und Spülmittel schützen: Handschuhe beim Abwasch klingen unsexy, sind aber der schnellste Weg zu widerstandsfähigeren Nagelkanten.
Das gitti Set wurde genau für die Zeit nach der Gel-Entfernung entwickelt: Es bündelt die Schritte dieser 14-Tage-Routine, vom Nagelhaut-Peeling über Serum und Öl bis zum Pflegelack, und gibt deinem Naturnagel ein festes Ritual, während er nachwächst.
Zum ProduktWenn du in der Aufbauphase lieber ohne sichtbare Farbe unterwegs bist, ist der klare Pflegelack die richtige Wahl: Mastixharz, Schachtelhalm-Extrakt und Vitamin E legen einen glänzenden Schutzfilm über die frisch befreite Nagelplatte.
Zum ProduktEine komplette Anleitung für die ersten Wochen findest du in unserem ausführlichen Guide Nägel nach Gel wieder aufbauen.
Übrigens: Wenn du nach der Gel-Pause Lust auf einen dezenten Look hast, sind Soap Nails ideal. Der milchig-natürliche Trend gelingt mit Pflegelack auf kurzen Naturnägeln besonders schön.
Wann solltest du die Entfernung dem Studio überlassen?
Selbst entfernen ist völlig in Ordnung, aber es gibt Situationen, in denen der Gang ins Studio die bessere Entscheidung ist:
Du trägst eine Hartgel- oder dicke Acryl-Modellage, eventuell mit Verlängerung.
Deine Nägel sind bereits vorgeschädigt, dünn oder schmerzempfindlich.
Das Gel wurde im Studio aufgetragen und du weißt nicht, welches System verwendet wurde.
Du hast wenig Zeit oder Geduld: Eine professionelle Entfernung dauert je nach Studio und Region 20 bis 40 Minuten und ist ihr Geld wert.
Gute Studios entfernen Modellagen kontrolliert und beraten dich ehrlich, wann eine Pause für den Naturnagel sinnvoll ist. Frag ruhig aktiv nach einer schonenden Entfernung ohne grobes Fräsen auf dem Naturnagel.
Häufige Fragen zum Entfernen von Gelnägeln
Am schonendsten entfernst du Gelnägel mit der Soak-off-Methode: Oberfläche matt anfeilen, ein mit acetonhaltigem Entferner getränktes Wattepad auflegen, mit Alufolie fixieren und 10 bis 15 Minuten einwirken lassen. Danach schiebst du das aufgeweichte Gel sanft mit einem Rosenholzstäbchen ab. Sitzt eine Stelle fest, wiederholst du das Einweichen, statt Kraft anzuwenden. Zum Schluss die Nagelplatte sanft buffern und großzügig Nagelöl einmassieren.
Nur eingeschränkt. Acetonfreie Nagellackentferner lösen normalen Nagellack, aber kein ausgehärtetes Studio-Gel. Eine Ausnahme sind acetonfreie Gel-Entferner, die zu einem bestimmten System gehören, etwa der GelCare Gel Remover für den gitti GelCare Lack. Ohne Aceton bleiben dir sonst drei realistische Wege: das Gel herauswachsen lassen und die Übergänge regelmäßig glatt feilen, die Modellage im Studio professionell abfeilen lassen oder bei bereits stark gelockertem Gel ein warmes Öl-Seifen-Bad nutzen. Hausmittel wie Zahnpasta oder Essig funktionieren nicht.
In fünf Schritten und ohne Aceton: Raue zuerst den Top Coat mit einem 100-Grit-Buffer oder gröber leicht an, ohne den Naturnagel anzubuffern. Massiere dann ein Nagelöl in die Nagelhaut ein. Tränke pro Nagel ein Wattepad großzügig mit dem GelCare Gel Remover, lege es auf den Nagel, fixiere es mit einem Nail Clip und lass es 10 bis 15 Minuten einwirken. Löse das aufgeweichte Gel anschließend vorsichtig mit einem Maniküre-Stick, ohne zu ziehen oder zu kratzen, und wasche die Hände. Zum Abschluss eine reichhaltige Creme oder ein Nagelöl in Nägel und Nagelhaut einmassieren. Arbeite erst die eine, dann die andere Hand ab.
Rechne mit 10 bis 15 Minuten. Entscheidend ist dabei weniger die Uhr als das Pad: Es muss großzügig mit Remover getränkt sein und während der gesamten Einwirkzeit feucht bleiben, weil der Remover durchgehenden Kontakt zum Gel braucht. Trocknet es aus, weicht das Gel nicht ausreichend auf. Sitzt nach 15 Minuten noch etwas fest, tränke das Pad erneut, fixiere es wieder mit dem Nail Clip und warte ein paar Minuten länger, statt mit Kraft zu arbeiten.
Für dünnen Gel-Nagellack brauchst du zuhause etwa 30 Minuten, für dickere Soak-off-Schichten oder Acryl 45 bis 60 Minuten inklusive Anfeilen, Einweichen und Pflege. UV-Hartgel lässt sich nicht einweichen und wird im Studio in 20 bis 40 Minuten heruntergefeilt. Plane die Zeit bewusst ein: Die meisten Nagelschäden entstehen, wenn die letzten Reste in Eile abgekratzt werden.
Beim Abreißen löst sich fast immer die oberste Keratinschicht des Naturnagels mit ab. Der Nagel wird dadurch dünn, weich und empfindlich, oft bleiben raue, weißlich glänzende Stellen zurück. Da sich die Nagelplatte an dieser Stelle nicht wieder verdickt, muss der Schaden komplett herauswachsen. Bei etwa 3 mm Wachstum pro Monat dauert das rund sechs Monate.
Direkt nach der Entfernung braucht die Nagelplatte vor allem Feuchtigkeit und Schutz. Die 14-Tage-Routine des Nail Recovery Starter Treatments von gitti gibt dabei den Rahmen: Nagelhaut-Peeling ein bis zwei Mal wöchentlich, Restoring Nail Serum und Nourishing Nail Oil 14 Tage lang zweimal täglich, morgens und abends, dazu eine Schicht Pflegelack auf saubere Nägel, die du einmal pro Woche erneuerst. Danach bleibt das Nagelöl täglich am Abend fester Teil deiner Routine, das Serum nutzt du nach Bedarf. Für längere Haltbarkeit kommt eine Schicht High Gloss Top Coat als Abschluss dazu. Trage die Nägel kurz und rund und schütze die Hände bei Wasserkontakt mit Handschuhen, dann wirken sie schon nach den ersten 14 Tagen spürbar glatter.
Nein, normaler acetonfreier Nagellackentferner löst ausgehärteten Gel-Nagellack nicht. Gel härtet unter der UV- oder LED-Lampe zu einem vernetzten Film aus, dem milde Entferner nichts anhaben können. Du brauchst acetonhaltigen Entferner plus die Wrap-Methode. Acetonfreie Produkte wie der gitti Nail Polish Remover sind dafür die richtige Wahl bei normalem Nagellack und Pflegelack auf dem Naturnagel.
Am besten ein Pflegelack, weil er Farbe und Pflege in einem Schritt verbindet. Pflegelacke geben eine leichte Deckkraft. Dadurch bekommst du einen natürlichen Look, und der Nagel wird trotz Farbe gepflegt. Die perfekte Grundlage für alle Nagellooks, die Deckkraft lässt sich über mehrere Schichten individuell anpassen. Trag ein bis drei dünne Schichten auf saubere, nicht geölte Nägel auf, für längere Haltbarkeit folgt eine Schicht High Gloss Top Coat. Erneuert wird einmal pro Woche, mit Top Coat hält der Look am besten.
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Jenni Baum-Minkus
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